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SXSW Interactive 2010. Tag 5 und Fazit.

Highlight, des fünften und letzten Tages, waren die Keynote von Daniel Ek, der Spotify dem amerikanischen Publikum präsentierte. Spotify hat 6 Mio User in Europa, davon 320k zahlende. Neue Features und der US Start werden gerade vorbereitet. “On certain days, we’re consuming more Internet capacity than Sweden has as a country.” erzählt Ek angesprochen auf die P2P Technologie von Spotify und führt außerdem noch eine neue Android Version von Spotify vor.

Den fulminanten Abschluss des Festivals bildete die (mt)-Interactive-Closing Party. Bei Free Drinks & WeAreScientists live on Stage konnte man die 5 intensiven Tage nochmals Revue passieren lassen. Die Parties sind sicherlich der entscheidende Faktor für den Erfolg von SXSW. Sie bilden den Dreh- und Angelpunkt für das Networking der versammelten Webszene Amerikas. So hat man täglich die Auswahl an zwei bis brei großen gesponserten Parties. CEOs, CTOs und die Mitarbeiterschar der großen Silicon Valley Companies drücken sich dabei die Klinke in die Hand.

“The Next Big Thing” hat sich zwar in Austin nicht eindeutig herauskristallisiert, aber viele neue Start-Ups präsentierten ihre Projekte, im Rahmen der SXSW, Investoren und warben um die Gunst der versammelten Webszene. Einige der spannendsten unter diesen:

- Aardvark (Soziale Help/Search Plattform, mittlerweile von Google gekauft)
- Awareness (Social Media Marketing Kommando Zentrale)
- Flavors.me (anlegen eigener Homepages incl. Aggregation von Socia Media Feeds)
- Tungleme (Kalender-Tracker um das vereinbaren von Terminen einfacher zu machen)

Das bestimmende Thema dieses Jahr war allerdings der Location War zwischen Foursquare & Gowalla. So, wie schon bei Twitter, nahm der Hype im zweiten Jahr nach Launch erst richtig Fahrt auf, da Service & Features mittlerweile bekannt sind und während der fünf Tage ausgiebig im Einsatz waren. So konnte zB. Gowalla über 100.000 Check-Ins, währed der SXSW in Austin, verzeichnen und konnte auch den Preis für das bestes Mobile Service bei den SXSW Awards abräumen. Foursquare wiederum konnte 100.000 neue User in den letzten 10 Tagen verzeichnen. Ein nicht ganz Ernst zunehmendes Beispiel für das Potential hinter den neuen Location Services ist wheretheladies.at

Alles in allem war SXSW für mich eine großartige Erfahrung. Sicherlich vor allem ein große lange Party, aber auch eine spannende Konferenz mit vielen guten Speackern. Ich fliege zurück mit viel Inspiration, neuen Ideen und vielen neuen Kontakten und kann es jedem in der Web-, Film- oder Musikbranche wärmstens empfehlen zumindest einmal SXSW zu erleben.

In Austin verlassen momentan die Web-Geeks das Festival und die Musik-Hipsters kommen. SXSW Interactive schließt, SXSW Music startet. Es hat Spass gemacht! (sehr viel Spass sogar;-)
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SXSW Interactive 2010. Day 4.

Die Highlights des vierten Konferenz Tages: Am Vormittag stellten Wired & Adobe zum ersten Mal ihr gemeinsames Tablet Projekt live vor. Das Interesse war groß, schließlich sind Wired, zusammen mit der NYTimes, die Vorreiter in der Umsetzung einer Magazin/Newspaper – Tablet Version. Adobe’s Jeremy ClarkIn demonstrierte die Interaktionsmöglichkeiten auf mehreren Multitouch Geräten (Dell Tablet bis Nexus One Android Phone) und lies durchblicken, dass Adobe die Tools InDesign und Air in Hinblick auf Redaktionsworkflows & Tablet Magazines optimieren will. Laut Wired bedeutet die Umsetzung einer Tablett Ausgabe, laut aktueller Planung & Learnings aus dem Prototyp, 10-15 % an Mehraufwand für das gesamte Team. Ziel ist es bis zum Sommer mit dem Angebot auf verschiedenen Endgeräten live zu gehen. Geplant ist weiters alle Anzeigen des Print Magazins in der Tablet Version zu inkludieren, erweitert um Interaktionsmöglichkeiten (Galleries, 360° Ansichten) und Conversion (Weblink, Formular, Anruf). Artikel sollen weiters auch Live Data beziehen können (“latest blogposts on this topic” zum Beispiel). Die Crew an Editoren und Fotografen wird momentan geschult für die erweiterten Aufgaben (Vidoeshootings als Zusatztask für die Fotografen zB).

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SXSW Interactive. Day 2 & 3.

Session Notes
Zu den Highlights gestern zählten “Designing the first 15minutes” mit Daniel Burka (Digg, Glitch ) und Rob Goodlatte (Facebook). Unter dem Credo “We design for ourselves first” stellten sehr anschaulich verschiedene Konzepte für Registrationsprozesse vor. Heute Nachmittag unterhielten sich Jim Coudal und John Gruber auf der Bühne über www.decknetwork.net – ein momentan sehr erfolgreiches Werbenetzwerk vieler relevanten Web Design & Culture Seiten, dass sich grundlegend von klassischen CPM Modellen unterscheidet.

Diggnation
Das Highlight des zweiten Abends war definitiv die Live Show von Diggnation mit Kevin Rose und Alex Albrecht. Die Gäste waren Robert Rodrigez und Leo Laporte von www.twit.tv, der am Ende wohl den ersten Live-VideoStream-CrowdSurfing-Stunt hingelegt hat.
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Apple iPad – an der Revolution muss noch gearbeitet werden

Apple hat das wohl meistgehypteste Gadget aller Zeiten gestern Abend tatsächlich vorgestellt. Hier ein ausführliche Gedankensammlung und Einschätzung zum iPad.

iPad und das iPhone OS – work in progress

Ansich ist man von Apple gewohnt, dass Produkte erst dann vorgestellt werden, wenn sie perfekt sind. Umso verwunderlicher, dass die angepasste Version des iPhone OS so unfertig wirkt. Vor allem dem Home-Screen und Unlock-Screen sieht man an, dass sie eher quick&dirty umgesetzt wurden. Keine Weiterentwicklung vom gewohnten iPhone Interface … viel verschwendeter Platz … sehr unsexy und damit Apple untypisch. Mittlerweile gelten die Interfaces von Googles Nexus One & Co als State of the Art. Das iPhone Interface kennt man schon zu lange, es fehlt das “Neue”, das “Innovative”.

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Es scheint als wurde das Betriebsystem (Version 3.2) nur notdürftig iPad kompatibel gemacht und in den Labors von Apple schlummert mit der OS Version 4.0 der große Wurf, den wir aber wohl erst im April/Mai sehen werden. Das iPhone OS nach oben hin für das iPad zu öffnen, als zu versuchen Mac osX in ein Multitouch Tablet Korsett zu zwängen, erscheint als strategisch vernünftige Entscheidung und wird auch dem iPhone langfristig zu gute kommen. Allerdings müssen spätestens mit iPhone OS 4.0 einige dringende Verbesserungen nachgereicht werden: – Multitasking!!! // – ein FileBrowser. Dropbox könnte dabei Vorbild sein // – Flash für Mobile Safari // ….

iPad & iPhone als Plattform – The Bigger Picture

Eines der großen Überraschungen des iPhone war der Siegeszug der Apps. Zumal das eigentliche Killerfeature des iPhone und des iPads aus meiner Sicht weiterhin im MobileBrowsing liegt. Das iPad wird ein ausgezeichnetes “Netbook” sein, mit einer großartigen Internet-Surf-Experience. Die ScreenSize, Multitouch und die Geschwindigkeit des iPads sind perfekt dafür geeignet. Daher wird es spannend sein inwieweit mobileSafari und osX Safari sich in Zukunft vereinigen werden. Flash Support & real Tab Browsing wären wichtige Verbesserungen und hoffentlich erkennt Apple die Wichtigkeit einer offenen Plattform und lässt auch Browser wie Firefox, Chrome und Opera zu. Kartellamt Klagen wären ansonsten (hoffentlich) die Folge.

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Das iPad wird außerdem ein fantastisches Gaming Device sein, ähnlich dem MobileBrowsing, ist die Kombination aus ScreenSize, MultiTouch und Geschwindigkeit perfekt. Sofern die Gaming Industrie das beherzigt und mehr als nur angepasste Versionen von iPhone Games veröffentlich (zB StrategieSpiele ala Command&Conquer mit innovativen Multitouch Elementen) könnte dies ein Hauptverkaufsargument für das iPad sein.

Die von Stebe Jobs präsentieren Apps wie Kalender und Adressbuch haben allerdings einen der Schwachpunkte des iPads gezeigt. Einzig die Programme “aufzublasen” und bunter anzumalen um den nun zur Verfügung stehenden Platz zu füllen ist für mich keine wirkliche Innovation. Da können die Apps auch ruhig weiterhin in iPhone Size ala Widgets (incl. Multitasking) verwendet werden. Hier müssen Apple und die Developer in nächsten Monaten zeigen wozu ein Tablet fähig sein kann. Es wäre schade, wenn das iPad sein Dasein einzig als Medienkonsum Tablet fristen müsste.

Einzig die Präsentation von iWork hat wirklich gezeigt wieviel Potential in den iPads Apps liegen wird. Ich glaub es wäre wichtig neben den iPhone Developer auch die Mac osX Developer abzuholen und zu unterstützen ihre Apps MultiTouch und iPad fähig zu machen.

iPad und Content – Erfolg des Musik Store kopieren

Einer der wichtigsten Erfolgsgaranten des iPads wird weiters die massive Ausweitung von Apples Contentangebot sein. Mit dem iTunes Music Store ist Apple bereits eines der mächtigstes Medienhäuser mit einem bis dato ungeschlagenen Angebot. Musik ist umfassend zu finden und schnell, sehr einfach und relativ billig zu erwerben und direkt zu konsumieren. In Punkto Filme, Serien und ab heute auch Bücher steht Apple allerdings erst am Anfang. Und gerade für diese Medien wäre das iPad am besten geeignet. Soll der iPad zum Hauptdevice für den multimedialen MedienKonsum werden, müsste Apple daher den Umfang des Film und Serien Angebots massiv ausweiten und FullHD Downloads zu einem besseren Preis mit alternativen Sprachspuren anbieten.

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Der iBook Store steht noch ganz am Anfang. Das Recycling der Trademark “iBook” ist natürlich sehr smart. Ob das Angebot mit Amazon im Umfang konkurrieren kann und ob der iPad tatsächlich ein Amazon Kindle Killer ist aber fraglich. Die oftmals angekündigte Neuerfindung des Zeitungs Marktes via digitalem iTunes-Newspaper-Store blieb Apple gestern gänzlich schuldig. Einzig die NewYork Times gab einen kleinen Ausblick auf die mögliche Richtung.

Langfristig wäre es wichtig den iTunes & iBooks Store von der iTunes Software zu lösen und zusätzlich im WebBrowser verfügbar zu machen um eine 100% Akzeptanz zu erreichen und auf der anderen Seite es zu ermöglichen eBooks und Musik auch via Amazon auf dem iPad kaufen zu können, ansonsten würde zwangsläufig eine nicht haltbare Monopolstellung entstehen.

iPad Hardware – Solide Basis für die Zukunft?

Der Formfaktor ist ansich keine große Überraschung. Optisch auffallend ist der sehr dicke Frame rund um den Touchscreen, folgt aber konsequent den Macbook & iMac Screens und dürfte in der Handhabung sehr angenehm sein, da das iPad wohl am besten mit den Daumen auf den seitlichen Frames zu halten ist. Der schöne 16:9 Formfaktor des iPhones geht dabei allerdings ein wenig verloren.

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Die technischen Daten erscheinen vorerst solide, vor allem bei der Preisgestaltung. Höchst interessant natürlich der Einsatz des hauseigenen Apple Prozessors. Das wird Intel nicht sehr glücklich machen. Die Geschwindigkeit der präsentieren Apps, vor allem von Safari scheint wirklich sehr sehr gut zu sein.

Falls die Batteriezeiten tatsächlich nur halbwegs halten können, was sie versprechen, wäre zumindest das eine kleine Revolution. Die iPad Version ohne SIM Card macht allerdings langfristig keinen Sinn, da erst die mobile Internet Connection das iPad wirklich zum täglichen Begleiter machen werden. Applaus an dieser Stelle für die Entscheidung die SIM Version ohne Mobilfunk-Knebelvertrag anzubieten. Das größte Manko aber ist die fehlende Kamera, diese wird auf Hardware Seite auch der größte Kritikpunkt sein und es ist anzunehmen, dass dies die wichtigste Verbesserung in der nächsten Revision ist. Eventuell sogar mit einer doppelseitigen Kamera für Photographieren und VideoChat.

Update:
Ich hab einen weiteren Beitrag zu Apples iPad als mobiler Webbrowser aus Webdesign Sicht auf knallgrau.tv gepostet.

Darth Vader & smeidu

Check this out! ein Kindheitstraum ist in Erfüllung gegangen:

smeidu & darth vader

Und danke an Jürgen für die Geburtstagsgrüsse. *lol*

Cover für beeswax polish LP

Am Freitag Abend präsentierte beeswax polish im Shelter ihre erste LP. Am Cover artwork schraubten Adam Gokcezade, smeidu (i do) und Nadja Kapeller.

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