So wird die Apple – Intel Transition

Auf der Macworld präsentierte Apple vor 4 Wochen neben iWeb (yep, richtig getippt) die ersten Intel-Macs. Deren Spezifikationen schauen auch richtig gut aus. Schnellerer FrontsideBus, neue Grafikkarten und ein (bis auf den Namen) gelungenes MacBook Pro lassen die MacUser freudig die Brieftaschen zücken.

Doch nicht nur die sind scharf auf die neuen Intel Macs. Erstaunt höre ich in meinem Bekanntenkreis immer häufiger, dass jetzt auch die härtesten Win-User plötzlich überlegen zu switchen. Aber ist jetzt überhaupt der richtige Zeitpunkt dazu. Was wird die Intel Transition für die User bedeuten?

Steve Jobs gab bekannt, dass bis zum Ende 2006 alle Macs mit Intel Prozessoren ausgeliefert werden. Das bedeutet ein wahres Produktfeuerwerk, werden doch die meisten Macs auch gleich einem Facelifting unterzogen werden. Ich glaube, dass der iMac der einzige Rechner bleiben wird, der im alten Design kommt (dass beim iMac ja eh wirklich gut ist und auch neu war). Gespannt sein darf man auf die neuen ibooks (oder eher ‘macbooks’ in Zukunft) und die neuen Powermacs. Bei beiden Produkten muss es für Apple wichtig sein neue Maßstäbe zu setzen (Batteriezeit / Performance).

Sehr gespannt bin ich auf die neue Xserves. Die Server-Lösung von Apple rühmte sich doch damit mit den G5 Xservers die billigsten/schnellsten SuperComputer der Welt bauen zu können. Gr0ß waren damals noch die Marketingsprüche bzgl. 64bit usw. Ein interessanter Artikel zum Thema “warum apple lieber auf intel setzt als auf powerpc” gibts hier.

Ach ja, an alle die sich ein MacBook Pro kaufen wollen, es wird bestimmt auch eine 13,3″ und 17″ Variante geben in naher Zukunft.

Soweit Hardware-mäßig. Mindestens genaus interessant ist auch die Software Seite. Mit erscheinen der ersten Intel-Macs kommt natürlich osX 10.4 angepasst an die neue Architektur. Ich denke osX 10.5 wird im Frühling 07 nochmal große Performance-Sprünge auf den IntelMacs machen können. Alles an mitgelieferter Software (incl. iLife) liegt schon als Universal Packet vor.

universal

Univeral bedeutet, dass dieses Programm schon nativ auf den IntelProzessoren läuft. Für all jene Programme die noch nicht in dieser Form vorliegen hat Apple Rosetta vorgesehen. Es emuliert eine PowerPC-Architektur.

Was natürlich mit Performance Einbusen verbunden ist. Bei einfachen Programmen wird sich das nur auf die Startzeit auswirken. Bei SoftwareMonstern wie Photoshop wird hingegen schon mühsam werden. Sehr hardwarenahe Programme wie Final Cut oder Cubase/Logic werden hingegen überhaupt nicht laufen können. Apple selbst wird Final Cut & Co erst im März als Universal-Versionen anbieten. Sprich alle Anwender von solchen Applikationen ist es wärmstens zu empfehlen auf Universal-Versionen zu warten. Wobei im Juli schon ein Großteil als solches Vorliegen sollte.

Selbst die Leid-geplagte Musikindustrie die erst seit kurzem den Umstieg von os9 auf X wirklich vollzogen hat darf aufhorchen. Steinberg hat angekündigt auch noch dieses Jahr alle Produkte in Universal-Form anzubieten. Ein leidliches Updaten bleibt Vorbesitzern von einem guten Stück Software allerdings nicht erspart.

Adobe hingegen hat angekündigt ihre Creative Suite erst mit dem nächsten regulären Update Universal anzubieten. Dass könnte bedeutet, dass man eventuell bis ende 2006 auf Photoshop native warten muss.

Für mich persönlich bedeutet es, dass bevor nicht meine daily-Use Programme nativ vorliegen, gibt es auch keinen Switch. Im besten Fall erst im Frühling 07 mit 10.5. Zu 90% der Zeit arbeite ich übrigens mit Photoshop, Thunderbird, Safari und NetNewsWire

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