Beitrag über “Social Media Marketing” im TRAVEL 2.0 – Wegweiser.

Dank Christian halte ich seit Freitag Nachmittag druckfrisch einen der ersten TRAVEL 2.0 – Wegweiser der Österreich Werbung in Händen incl. meinem Beitrag über Social Media Marketing.

travel20

Bist du schon auf Facebook?
Das Thema Social Media und die dazugehörigen Plattformen wie Facebook oder Twitter sind momentan in aller Munde. Der Besitz einer Facebook Identität erscheint fast schon so wichtig wie eine E-Mail Adresse oder ein Skype Account. Und Armin Wolfs Erfolg auf Twitter zeigt, dass die Social Media Plattformen nicht nur ein Phänomen in den USA sind, sondern auch in Österreich die kritische Masse bereits erreichen.

Was ist Social Media Marketing?
Pro Minute wird auf YouTube zehn Stunden neues Video-Material veröffentlicht. Facebook wäre das 6. größte Land auf Erden (200 Millionen aktive User). Diese Zahlen sind imposant und bedeuten natürlich auch, dass die User sich über Ihren letzten Urlaub, Reiseziele und ähnliches unterhalten. Die Frage, die man sich als Tourismus Unternehmen stellen muss ist, ob man an diesem Dialog aktiv teilnehmen möchte und dieses riesige Potential nutzen möchte. Social Media Marketing bedeutet also auf diesen Plattformen aktiv zu werden, um sich mit dem Kunden auszutauschen und ihm eigene multimediale Inhalte zur Verfügung zu stellen.

Wie sollte man Social Media Marketing einsetzen?
1. Beobachten
Der erste Schritt ist denkbar einfach. Auf den führenden Social Media Plattformen (Facebook, Twitter, YouTube, Flickr, …) nach Inhalten & Gesprächen zu den für das eigene Tourismus-Unternehmen relevanten Themen zu suchen (Ferienregionen, Events, Sightseeings, ….) und diese zu analysieren. Man wird überrascht sein wieviel Content von den Usern selbst produziert wird und wieviel Eigenverständnis man durch diese Fremdsicht gewinnen kann. Es geht also
darum zuzuhören und zu verstehen.

2. Interagieren
Die klassische Variante ist der Aufbau eigener Channels auf Facebook, Twitter, YouTube & Co. Jede Plattform hat dabei seine Eigenheiten bzw. MedienTypen. YouTube Channels werden zB mehr und mehr als Online-Video-Hubs eingesetzt. Sprich alle Videos werden in einem YouTube Channel gebündelt und von dort wiederum in die eigene Website eingebettet. So spart man nicht nur die Hosting-Kosten, sondern agiert zudem mit dem eigenen Content im größten Online Video Angebot der Welt („fishing, where the fish are“), was unter anderem die virale Verbreitung von Video-Inhalten begünstigt.

Man sollte allerdings darauf achten, nicht auf den Social Media Plattformen in konditionierter PR Tonalität zu verfallen. Copy & Paste von Pressemitteilungen wird daher auf keiner der Plattformen zu einem großen Erfolg führen. Twitter z.B. sollte vielmehr als Kunden-Feedback- Tool angesehen werden wobei der Dialog im Vordergrund stehen sollte. Aus diesem Grund werden momentan in vielen Unternehmen „Heads of Social Media“ aufgebaut. Sprich Social Media Verantwortliche, die zusammen mit Agenturen für den Aufbau und Betreuung dieser Channels verantwortlich sind und zum anderen diese Rolle des „Mr. Dialog“ übernehmen.

3. Bewerten
Um den Erfolg der Maßnahmen bewerten zu können ist es wichtig Kennzahlen festzulegen und fortlaufend quantitative und qualitative Analysen zu erstellen. Kennzahlen können beispielsweise die Anzahl der Videoanrufe im YouTube Channel sein, sind aber je nach Projekt und Plattform unterschiedlich. Eine Bewertung ist wichtig um nachfolgend die Social Media Marketing Maßnahmen zu rechtfertigen und ggf. weiter zu optimieren.

Warum sollte man Social Media Marketing einsetzen?
Man könnte dazu Schlagwörter wie „junge aktive Zielgruppe“, „enorme Reichweite“, „stetiges Wachstum“, „starke Vernetzung der User“ aufzählen (trifft alles zu!). Aber viel wichtiger erscheint die momentan spürbare Unternehmenskulturrevolution. Unternehmen sind zum einen nicht mehr von klassischen Medien abhängig um eigene Botschaften vermitteln zu können, sondern können Social Media Marketing dazu nützen um eigene reichweitenstarke Channels auf diesen Plattformen aufzubauen. Unternehmen werden also selbst zu Sendern. Zum anderen müssen Unternehmen lernen den Usern zuzuhören, sie versuchen zu verstehen und mit ihnen Gespräche auf Augenhöhe zu führen, von denen beide Seiten profitieren. Social Media ist daher auch die „Art of Listening, Learning and Sharing“ (Brian Solis. CEO future-works.com).

4 Responses

  1. Felix says:

    Hi Markus, sieht doch super aus in so einem Dokument. Inhaltlich natürlich einwandfrei -das hätten wir auch anders nicht erwartet. Als Einstieg für Leute, die mit der Thematik noch gar nicht in Kontakt getreten sind, sicherlich sehr sinnvoll. Das kann man direkt den Entscheidern schicken. Grüße aus Deutschland (ja, auch hier ist die “kritische Masse bereits erreicht”) :-)

  2. Kaddi says:

    Hallöchen, hab mich jetzt hier etwas umgeschaut, Du schreibst sehr engagiert und informiert-zu diesem Thema hier fallen mir nur die enormen Kosten ein, die z.B. Youtube verursacht-Web 2.0 ist nicht ewig die Lösung-kommt mir alles wie ne riesige Blase vor, die irgendwann ziemlich wegballert-wenn Werbung die Kosten nicht auffängt, ist der Sinn verfehlt-für den User und da geb ich Dir Recht, ist das auf jeden Fall eine tolle Möglichkeit der Werbung! LG Kaddi

  3. Philipp says:

    Social Media Marketing wird sich früher oder später der Masse beugen und kann und sollte eigentlich nur als vorübergehender Weg wahrgenommen werden. Man steht mit dem für sich bzw. dem “ich glaube ist auch für andere relevanter” Content immer mehr quantitativem Content gegenüber. Der Consumser wird mal wieder maßlos überfordert, so kann man leider nur kurzfrisitg Traffic generieren, nachhaltige Wege sind harte on- und offline PR Arbeit.

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